かわら版
(Kawaraban)
Monatsblatt der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin e.V.
September 2013年 9 月
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der DJG Berlin,
zunächst hoffe ich, dass Sie das unter dem Strich akzeptable Sommerwetter haben genießen können und schöne Urlaubstage verbracht haben. Für die Daheimgebliebenen hatten wir einige Veranstaltungen angeboten, die durchweg sehr gut besucht waren. So war das Gagaku-Konzert im Kulturhaus Karlshorst überraschend ausverkauft. Der etwas außergewöhnliche Vortrag über den Vergleich von Japan und Äthiopien fand großen Anklang und das Jugendklavierkonzert in der Botschaft war, wie gewohnt, sehr erfolgreich.
Im September beginnen wir mit einer Ausstellung und Performance im Museum für Asiatische Kunst. Dann wird uns Herr Dr. Haasch die wunderbaren Natur-schönheiten und Kunstwerke in Tôhoku vorstellen. Zu unserer großen Freude haben wir für die Mitglieder wieder Freikarten für ein deutsch-japanisches Freundschafts-Konzert in der Philharmonie erhalten, bei dem die 9. Sinfonie von Beethoven aufgeführt wird. Und zum Abschluss des Monats führt unser Mitglied Frau Chiyomi Nishioka einen Färbetechnik-Workshop durch. Also ein durchaus abwechs-lungsreiches Monatsprogramm.
In den Sommermonaten haben wir mit viel Akribie ein neues Mitgliederverzeichnis hergestellt, das nicht nur die Mitglieder ausweist, sondern viele andere Informationen bereithält (z.B. unsere Satzung, ein Abriss der Geschichte der DJG, eine Zusammenstellung unserer deutschen Schwestergesellschaften, Anschriften von interessanten deutsch-japanischen Institutionen in Japan und Deutschland usw.). Das Verzeichnis kann über unser Büro bezogen werden. Auch ein modern und farbenfroh gestalteter Flyer über unsere DJG kann zu Werbezwecken im Büro abgerufen werden. Machen Sie bitte davon Gebrauch, wenn Sie meinen, bei Veranstaltungen neue Mitglieder für uns begeistern zu können.
Titelbild: „Kyûshû –Impressionen“ Dr. Rudolf Arold
Impressum: |
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Herausgeber: Deutsch-Japanische Gesellschaft Berlin e.V. |
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Präsident: Kurt Görger |
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Anschrift: Schillerstr. 4-5, 10625 Berlin, Tel: (030) 3199 1888, Fax: (030) 3199 1889 |
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Bürozeiten: Mo, Do und Fr von 9-13 Uhr, Di von 13 – 17 Uhr |
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E-Mail: djg-berlin@t-online.de Web: www.djg-berlin.de |
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Redaktion: Katrin-Susanne Schmidt (Geschäftsführerin) |
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Web-Master: Jan Thomsen, Markus Willner Japanische Übersetzungen: Tomoko Kato-Nolden |
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Postbank Berlin |
BLZ 100 100 10 |
Kto-Nr. 5512-103 |
*folding cosmos 2013 - Zur Langen Nacht der Museen (in Zusammenarbeit mit Japan Foundation und der DJG Berlin e.V.)
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„* folding cosmos“ versucht ein Miniatur-Universum anzudeuten, in dem eine Teezeremonie stattfindet.
Das Konzept beinhaltet den „One-Mat-Room“ von Takeshiro Matsuura, einem japanischen Ethnologen, der 1887 einen solchen Teeraum aus dem Holz von Teezimmern aus ganz Japan, die er bei seinen Reisen gesammelt hatte, gestaltete. |
Dieses Mattenzimmer war der Ausgangspunkt für ein neues Projekt. Junge japanische Künstler haben einen modernen Teeraum gestaltet und wollen ihn zum Mittelpunkt für Kommunikation machen. Eintritt: für die Lange Nacht der Museen: 18 €, ermäßigt: 12 €; Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt; erhältlich online bei: www.museumsportal-berlin.de oder direkt bei den teilnehmenden Museen, an Tagen außerhalb des 31.8. normaler Eintritt für das Museum. Teegeschirr von Toshiya Shimozawa (Foto)
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Zeit: 31. August : 18.00 bis 0.00 Lange Nacht der Museen Normale Öffnungszeiten: 31. August – 8. September 2013 Di – Fr: 10 Uhr – 18 Uhr, Sa. + So: 11 Uhr – 18 Uhr |
Veranstaltungsort: Staatliche Museen zu Berlin/Museen Dahlem, Ethnol. Museum Lansstraße 8, 14195 Berlin |
Tea-Party: Zur Langen Nacht der Museen: 18.30 Uhr und 20 Uhr; je 8 Teilnehmer sowie am 07.09 und 08.09 um 16 Uhr (Die Teilnahme zu den Tea-Parties ist kostenlos, um vorherige Anmeldung wird gebeten unter foldingcosmos.berlin@gmail.com, www.foldingcosmos.org |
Herr Dr.Dr.h.c. Günther Haasch
spricht zum Thema
„Entdeckungsreise durch das unwegsame, aber an Naturschönheiten und Kunstwerken reiche Tôhoku“
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Mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation spricht Herr Dr. Haasch über eine Reise nach Tôhoku. „Wir entdeckten dabei das eindrucksvolle Tanabata-Fest in Sendai, dann unzählige Kieferninseln vor Matsushima, wo wir auch übernachteten. Von der unvergesslichen Konjikidô des Chûsonji konnten wir uns kaum losreißen, und nach stundenlangem Herumirren mit dem Auto über schmale Felswege in Nacht, Nebel und Regen, standen wir mit einem Mal vor einem Tempel, in dem wir Unterschlupf fanden, ein nettes Gespräch mit der Abtfamilie hatten und erst gegen Mitternacht erfuhren, dass der Abt am nächsten Morgen genau zu dem gleichen Eingang am Ende von Honshû in die Hölle fahren wollte, den wir auch suchten. So kamen wir am nächsten Tag noch rechtzeitig mit ihm und den von ihm ausgebildeten jungen Äbten genau dorthin, wo wir hinwollten und erhielten auch alle Aufklärung über die Eingänge zu den verschiedenen Höllen, die dort qualmten und brodelten und konnten ebenso an den buddhistischen Feierlichkeiten wie an den Sitzungen der Mütter mit den Schamaninnen teilnehmen, die den Kontakt mit den Kindern in der Unterwelt herstellten.“
Herr Dr. Dr. h.c. Günther Haasch ist Ehrenpräsident der DJG Berlin und hat sich während seiner beruflichen Tätigkeit mehrere Jahre in Japan aufgehalten.
Termin: Dienstag, den 17. September 2013 um 18.30 Uhr Ort: Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin, Saargemünder Str. 2, 14195 Berlin Anmeldung: Bitte im Büro der DJG. (djg-berlin@t-online.de) - eine Bestätigung der Anmeldung erfolgt nicht –
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Vortrag Frau Professorin Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit zum Thema „Frösche und Bildschirmflimmern“ - zum 250. Geburtstag des Haiku-Dichters Kobayashi Issa - |
Wenn es neben Kameras und Transistoren, Automobilen und Spielkonsolen etwas gibt, das in weiten Teilen der Welt untrennbar mit dem Land Japan assoziiert wird, so ist es die japanische Gedichtform Haiku. Das Haiku ist, mit anderen Worten, vielleicht vergleichbar nur noch den ebenfalls seit dem späten 19. Jahrhundert im westlichen Ausland begeistert rezipierten Holzschnitten, das bedeutendste japanische Exportgut im Bereich der Kultur – bedeutend in dem Sinne, dass es in vielen Ländern das bekannteste, im allgemeinen Bildungsschatz verankerte, japanische Kulturgenre darstellt und damit auch das Bild Japans entscheidend mitbestimmt. Auch wenn in jüngster Zeit die japanische Populärkultur mit Manga und Anime diesen Eindruck zu überlagern scheint, behauptet sich das Haiku allem Anschein nach auch weiterhin als im Alltag vieler Kulturen verankerte japanische Kunstform.
Was haben Gärten, Kurzgedichte und ein 250. Geburtstag miteinander zu tun? Der Vortrag soll diesen Zusammenhang auf kurzweilige Weise erläutern. Gefeiert wird ein bekannter japanischer Haiku-Dichter, Kobayashi Issa, der am 15. Juni 1763 in der japanischen Provinz, nahe am Japanischen Meer, geboren wurde, in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs und dessen Leben bis zu seinem Tod im Alter von 62 Jahren von viel Leid bestimmt war. Dennoch zählt er zu den „Großen Vier“ der japanischen Haiku-Dichtkunst und hat gerade auch wegen seiner heiteren Gelassenheit und seines Humors eine große Anhängerschaft in Japan und anderswo. Spricht Issa auch heute noch zu uns? Kann er uns anrühren?
Zugleich soll es aber auch darum gehen zu zeigen, was ein Haiku ist und was es sein kann. Wie erklärt sich die Attraktivität dieser kurzen Form, die Tatsache, dass sie auch heute noch in Japan viele Millionen praktizierender Anhänger hat? Ja mehr noch, das Haiku hat sich globalisiert und ist auch hierzulande bei Literatur- und Lyrikliebhabern bekannt. Wie war, wie ist das möglich? – Anhand zahlreicher Beispiele aus dem Japanischen – und eines Seitenblicks auf das künstlerische Potential der Form im Deutschen am Beispiel von Durs Grünbein – bieten sich überraschende Einblicke: Haiku auf dem Gipfel der Kunst, Haiku als polizeiliche Ermahnung, als Werbespruch und als Lebensbewältigung. Und das alles vor dem Hintergrund der Frage, wie universal diese Form ist und welches Naturverständnis („Garten“!) sich mit ihr verbindet.
Im Anschluss an den ca. 40minütigen Vortrag bietet sich Gelegenheit zum Fragen und zum Gedankenaustausch.
Zur Referentin: Irmela Hijiya-Kirschnereit, Professorin für Japanologie (Literatur- und Kulturwissenschaft) und Direktorin der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für Literaturwissenschaftliche Studien an der Freien Universität Berlin. Zuvor Professuren an den Universitäten Hitotsubashi (Tokyo) und Trier. Von 1996 bis 2004 Direktorin des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ) in Tokyo.
Termin: Dienstag, den 8. Oktober 2013 um 18.30 Uhr Ort: Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin, Saargemünder Str. 2, 14195 Berlin Anmeldung: Bitte im Büro der DJG. (djg-berlin@t-online.de oder Tel. 3199 1888) - eine Bestätigung der Anmeldung erfolgt nicht - |
Beginn eines neuen Tanzkurses der Tanzfreunde der DJG Berlin
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Auf ausdrücklichen
Wunsch der bisherigen Teilnehmer werden wir ab September 2013 einen weiteren
Tanzkurs für Fortgeschrittene anbieten. Interessenten werden gebeten,
sich zu melden – möglichst mit einem Tanzpartner.
Gelehrt und geübt werden die üblichen Standard- und lateinamerikanischen Tänze. Der Tanzkurs wird wieder von unserer bewährten Tanzlehrerin, Frau Lachmann, geleitet.
Der neue Kurs beginnt voraussichtlich am 15.9.2013 und findet an folgenden Sonntagen jeweils von 18.30 – 20.00 Uhr im Nachbarschaftshaus am Lietzensee statt:
15.9. – 22.9. – 20.10. – 27.10. – 03.11. – 10.11. – 17.11. – 24.11. – 08.12.
Die Kosten werden umgelegt und richten sich nach der Teilnehmerzahl.
Ort: Nachbarschaftshaus am Lietzensee, Herbarthstr. 25 14057 Berlin-Charlottenburg |
Christian W.
Spang
Karl Haushofer und Japan
Die Rezeption seiner geopolitischen Theorien in der deutschen und japanischen Politik.
München, Iudicium, 2013, ISBN 978-3-86205-040-6, 1008 Seiten, gebunden, Euro 105,-; herausgegeben vom Deutschen Institut für Japanstudien (Bd.52).
„Mit diesem imposanten Werk liegt eine überzeugende Neuinterpretation des Wirkens von Karl Haushofer vor: Der globale Ansatz seiner Theorien wird durch die Fokussierung auf Japan und die dortige Rezeption von Haushofers Gedankenwelt erstmals deutlich herausgearbeitet. Haushofer wird überzeugend als theoretischer Wegbereiter nationalsozialistischer Eurasienpolitik beschrieben, der das Drehbuch zum ‚Dreimächtepakt’ verfasste, und mit seinen Werken in Japan sogar auf die Kriegsplanung einwirkte. Das ausgebreitete Detailwissen ist beeindruckend, die Interpretation neu und auch die sprachliche Umsetzung geglückt.“
Bernd Martin (Historiker, Freiburg) im Januar 2013
Unter dem Thema „Unser Chor braucht Ihre Hilfe, damit es noch besser klingt“ hatten wir im Kawaraban zu einer Spendenaktion für ein neues digitales Klavier aufgerufen. Mittlerweile ist bereits ein großer Anteil des Anschaffungspreises an Spenden eingegangen. Dafür möchten wir uns bei allen Spendern noch einmal sehr herzlich bedanken. Es fehlen zwar noch einige hundert Euro, so hoffen wir auf weitere Spenden. Mittlerweile wurde ein neues digitales Klavier angeschafft und bei einem Konzert bereits mit Erfolg eingesetzt. Wir freuen uns, dass unser Chor, der sich in den letzten Jahren beachtlich weiter entwickelt hat, nun auch adäquat begleitet werden kann.
Danke, Danke, Danke besonders an:
Dr. Hannelore Hegel
Hans K. und Brigitte Rode
Hannelore Lachmann
Rut Maraun
Eckehart und Chantal Behncke
Dr. Andreas Förster
Dietgart und Fritz Krüger
Dr. Terue Mizonobe-Schulze und Gerhard Schulze
Manfred Heydolph
Gisela und Kurt Görger
Dr. Verena und Ingolf Materna,
Dr. Gerwald Grahe
Jörg und Ina Kroll
Erhard und Eva Reiber
(wer sich noch beteiligen möchte, ist herzlich dazu eingeladen)
Shibori-Färbeworkshop mit Chiyomi Nishioka
Die ersten Färbe-Workshops mit unserem Mitglied Chiyomi Nishioka waren gut besucht. Im September wird sie wieder zwei Termine anbieten, bei denen ein Baumwoll-Schal (35x180) mit Naturfarben, Indigoblau oder Krappwurzel mit Shibori- Technik gefärbt werden soll.
Termin: Freitag,
27.09.13, 10:00-13:00 oder 14:30-17:30 Uhr mit Indigoblau
Samstag,
28.09.13, 10:00-13:00 oder 14:30-17:30 Uhr mit Krappwurzel
Ort: Neukölln (S-Bahnhof Hermannstrasse) 7 min
zu Fuß.
Teilnahmegebühr: 35 Euro (inkl. Material)
Anmeldung: bei Frau Nishioka Tel. 0179 -5643289 oder
E-Mail: chiyo_labranche1956@live.jp
DJG-Ausstellung im Gutshaus Steglitz unter dem Titel „Berlin-Tokyo“
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Im Herbst 2011 hat die DJG Berlin eine sehr gut besuchte Ausstellung im Gutshaus Steglitz (Wrangelschlösschen) durchgeführt, an der 30 deutsche und japanische Künstler ihre Werke präsentierten. Vom 7. März - 16. März 2014 haben wir eine Neuauflage dieser Ausstellung geplant. Wir laden alle Mitglieder der DJG Berlin, die sich künstlerisch betätigen, dazu ein, sich an der Ausstellung zu beteiligen. Außerdem ist es unser Anliegen, in Berlin lebende japanische Künstler und junge Künstler aus unserer Partnerstadt Tokyo zu präsentieren. Dabei sollen Malerei, Grafik, Fotografie, Skulpturen, Keramik, Installationen und Ikebana gezeigt werden. Die Auswahl der Werke erfolgt Ende dieses Jahres. Bei Interesse an einer Teilnahme bitten wir um Ihre Bewerbungen bis zum 30.11.2013 unter Angabe folgender Informationen: Name des Künstlers: /Titel des Werkes/ der Werke/Technik: Größe/Kurzer künstlerischer Werdegang (ca. 10 Zeilen)/ Kontakt: Email-Adresse/ Telefon/ Adresse des Künstlers.
Veranstaltungen im Japanischen Bonsai-Garten in Ferch
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Der Garten ist immer ein Besuch wert und nach einem Rundgang lädt der neue
Zen-Garten zur Besinnung bei gleichzeitigem Genuss einer Tasse Tee ein.
21./22.09.,
10-18 Uhr: Chrysanthemen-Fest Japanischen Garten in Ferch in ein Blütenmeer. Pflanzenarrangements, Ikebana-Gestecke und große Blumeninstallationen sind in einer beein- druckenden Vielfalt zu bewundern. Künstlerische Darbietungen von internationalen Künstlern für Groß und Klein runden dieses Event ab. Wir laden Sie herzlich zu diesem Saisonhöhepunkt ein, den wir mit einem besinnlichen Fest begleiten werden. |
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26.10.-31.10.,
10-18 Uhr: Lichterfest die prächtig herbstlichen Gärten in ein Märchenland. Die japanische Garten-, Bonsai- und Teekunst kann hier in einem ganz anderen Licht genossen werden. Auftaktveranstaltung am 26.10., 13 Uhr: Teeverkostung (nur mit Anmeldung unter 033209-208903) |
07.12., 16-17.30 Uhr:
Nebelteeabend Streifzug durch die Geschichte des Tees, im gemütlichen Kreise, bei kleinen Anekdoten und künstlerischen Einlagen sowie mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Japan, tauchen Sie in die fernöstliche Welt ein. |
Bonsaigarten, Tilo Gragert, Öffnungszeiten: April bis Oktober, dienstags bis sonntags sowie an gesetzlichen Feiertagen jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr Fercher Str. 61, 14548 Schwielowsee OT Ferch, Tel.: 033209-72161 Homepage: www.bonsai-haus E-Mail: bonsai-haus@gmx.de |
Ikeda Iwao – Bambus und Lack
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In seiner Ausstellung präsentiert Ikeda Iwao verschieden Arbeiten, die aus Bambus und Lack gefertigt sind.
Ikeda Iwao ist in Japan ein renommierter Lackkünstler.
Er stammt aus einer bekannten Familie von Bambuskünstlern. Die Exponate zeichnen
sich durch einen schöpferisch-innovativen Umgang mit der Tradition aus. Die
Spannungen zwischen der vielfältigen Erscheinungsform des organischen Materials
Bambus und der differenzierten Farb- und Oberflächengestaltung ausgesuchter
traditioneller Lacktechniken der Plastiken treten stark in den Vordergrund.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in englischer und japanischer Sprache.
Veranstaltungsort: Museum für Asiatische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin Museen Dahlem, Lansstraße 8, 14195 Berlin |
Zeit: Eröffnung: 5. September um 19 Uhr Ausstellung vom 6.September 2013 bis 12 Januar 2014 |
Eintritt: 8 €; erm. 4 €, Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr frei |
Deutsch-Japanisches Freundschaftskonzert in der Philharmonie
So oft man die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven auch gehört haben mag – sie ist sicher immer einen Konzertbesuch wert!
Am 25.9. kommt wieder ein Chor aus Japan, der sich extra zur Aufführung dieses großartigen Werkes zusammengefunden hat. Es gibt ja in ganz Japan solche Chöre, die gemeinsam den Schlusschor „Ode an die Freude“ üben und dann gemeinsam mit Solisten und Orchester aufführen. Diesmal hat sich das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt unter Leitung von Sachio Fujioka für die Begleitung bereit erklärt.
Solisten: Bettina Jensen (Sopran), Bhawani Moennsad (Alt), Clemens-C. Löschmann (Tenor), Klaus Häger (Bariton)
Wir haben vom Veranstalter einige Freikarten zur Verfügung gestellt bekommen, die Sie im Büro der DJG zu den Geschäftszeiten abholen können. Restkarten erhalten Sie eventuell am 25.9. am Tisch des Veranstalters.
Zeit: Mittwoch, den 25.9.2013 um 20 Uhr
Ort: Philharmonie Berlin, Kulturforum, Herbert-von- Karajan-Str.
Sprachkurse der DJG
Neue Japanisch – Sprachkurse der DJG Berlin 2013
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Ab 12. September haben Sie wieder die Möglichkeit, Japanisch zu lernen oder Ihre Kenntnisse aufzufrischen.
Die Dozentin Frau Mieko Fisch (Tel. 6298 9168 oder 0160-96684208, E-mail m.fisch@ach-so.com) legt besonderen Wert auf die Ausbildung von Sprachkompetenz und die Überwindung der Scheu, in Japanisch zu kommunizieren. So heißt es einfach bei den Kursen: sprechen, sprechen, sprechen….
Eine gesonderte Anmeldung ist nicht notwendig, es genügt, wenn Sie zur ersten Unterrichtsstunde erscheinen. Sollten Sie Fragen zum Kurs haben, melden Sie sich bitte direkt bei Frau Fisch.
Anfänger I von 17: 00 – 18: 30 Uhr (ohne Vorkenntnisse)
Anfänger III von 18: 30 – 20: 00 Uhr
Kursgebühren: Mitglieder 80 € (stud. Mitglieder: 70 €), Nichtmitglieder 100 €
Ort: Friedrich-Ebert-Oberschule, Blissestr. 22, Raum 205
BVG: U7 bis Blissestr. (300m Fußweg), Bus 249 bis „Am Volkspark“
Kurszeiten: jeweils donnerstags, außer in Ferienzeiten
Die Termine:
1 |
12.09.2013 |
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6 |
31.10.2013 |
2 |
19.09.2013 |
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7 |
07.11.2013 |
3 |
26.09.2013 |
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8 |
14.11.2013 |
4 |
17.10.2013 |
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9 |
21.11.2013 |
5 |
24.10.2013 |
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10 |
28.11.2013 |
Neuer Band aus der Reihe der Stadtlesebücher
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MYTYO (MY TOKYO)
In dem vorliegenden Band über Tokio sind die Bilder aus zwei Epochen, eines Zeitraums von 60 Jahren, und die Berichte verschiedener Autoren zusammengefasst. Vielmehr als eine Analyse der Entwicklung Tokios sollen die gesammelten Materialien ohne Erläuterung und Untertitel für sich selber sprechen.
MYTYO (MY TOKYO) – Eine Stadt, erlebt in zwei unterschiedlichen Epochen
Hrsg.: Benedikt Huber
Photos von Martha Huber-Villiger und Naomi Hanakata,
Texte von verschiedenen Autoren in Deutsch/ Englisch/ Japanisch
ISBN 978-3-980987-7-3; € 53,-
Ausstellung
International Art Exhibition Osaka in Berlin
Das Projekt „A 21 International Art Exhibition Osaka“ bietet einen umfassenden Einblick in die zeitgenössische japanische Kunst und möchte diese im Rahmen eines Austauschprogramms in Europa bekannt machen.
Die im
Jahr 2001 in Osaka gegründete Künstlergruppe „A 21 International Art Exhibition
Osaka“ zählt mit über hundert Mitgliedern zu den größten ihrer Art in Japan.
Die Initiative „A-21 International Art Exhibition Osaka“ steht für „Asien im
21. Jahrhundert“. Repräsentant der Gruppe ist Herr Tomio Matsuda.
Bisher wurden die Arbeiten der Gruppe in Asien und in Deutschland, Frankreich und Polen vorgestellt. Viele der an diesem Projekt beteiligten Künstler praktizieren ZEN, dessen Einfluss sich in ihren Arbeiten widerspiegelt. Es ist dies vor allem die andere Sicht auf die Dinge und der künstlerische Umgang mit den verschiedenen Sujets.
In der Kultur des fernen Ostens ist der Mensch nur ein Teil der Natur, klein und episodisch. Diese Hierarchie der Werte hat sich auch auf die Ästhetik übertragen, eine Ästhetik, die von Demut, Harmonie und Würdigung der Natur geprägt und in deren Universum der Mensch nur als Teil einbezogen ist.
Die westeuropäische Kultur dagegen versucht Universum und Emotionen eher mit der Methode des Beschreibens und Analysierens zu erfassen. Die Kunst des fernen Ostens bedarf dieser Rationalität nicht. Das geschaffene Werk steht und wirkt für sich, es ist nicht mit Begriffen belegbar. Die Auffassung, dass es nicht nur eine Sicht auf die Dinge gibt, nicht nur die eine Wahrheit, sondern unterschiedliche Sichten und auch mehrere Wahrheiten, spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Das Werden eines Kunstwerkes ist daher das Ergebnis mitunter zeitaufwändiger meditativer Abläufe. Mit der Auswahl an unterschiedlichen 29 Künstlern der Gruppe „A 21“ wird es möglich sein, diese mitunter für uns Europäer befremdliche und nicht immer leicht zugängliche Kunst zu verstehen.
Einzelausstellungen
Eröffnung 14.09.2013 um 17.00 Uhr 14.09.2013- 23.10.2013
14.09.-22.09.13 Hisayo Fukuyoshi/Yukari Fujimoto 24.09.-02.10.13 Fusayo Kishino/Masako Fukuoka 04.10.-12.10.13 Nao Moritsu/Yumiko Okazaki 14.10.-22.10.13 Aishu Gen/Toshiko Suehisa
GALERIE VON WALDENBURG Pestalozzistraße 10 10625 Berlin-Charlottenburg
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Gruppen Ausstellung
Eröffnung 13.09.2013 um 18.00 Uhr 13.09.2013- 03.10.2013
Kunstquartier Bethanien STUDIO I Mariannenplatz 2 10997 Berlin
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Konzert Japanisch-Deutsche Klänge
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Bei diesem Konzert kommt es zu einer besonderen Begegnung: Der Berliner Konzert Chor musiziert gemeinsam mit der Bach-Akademie der Meiji Gakuin University Tokyo und dem Ensemble Nagomi aus Berlin. Im Programm stehen Werke, die auf reizvolle Weise Berührungen zwischen der japanischen und der deutschen Musikkultur verkörpern und unsere Verbundenheit mit den japanischen Gästen zum Ausdruck bringen. Kosaku Yamada (1886 – 1956) schrieb 1914 zum Abschluss seines Musikstudiums in Berlin nach Eduard Mörike „Die Herbstfeier“, bisher noch nie in Deutschland aufgeführt. Saburò Takata (1913 – 2000) schuf mit „Die Seele des Wassers“ das ebenfalls bei uns noch nicht aufgeführte, in Japan aber wohl eines der bekanntesten Chorwerke. |
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Beide
Gastchöre wünschten sich das „Magnificat D-Dur“ BWV 243 von Johann Sebastian
Bach und die Fantasie c-Moll op. 80 von Ludwig van Beethoven für den zweiten
Teil des Konzertes.
Mitwirkende:
Bach-Akademie
Meiji Gakuin University Tokyo, Leitung: Ryuichi Higuchi
Ensemble NAGOMI, Berlin, Leitung: Yukari Ishimoto
BERLINER KONZERT CHOR
BERLINER KONZERT ORCHESTER, Leitung: Jan Olberg
Programm: Koscak YAMADA (1886-1965) „Die Herbstfeier“
Saburo TAKATA (1913-2000) „Die Seele des Wassers“
Johann S. Bach(1685-1750) “ Magnifikat D-Dur, BWV 243”
Ludwig van Beethoven (1770-1827) “Chorfantasie”
Zeit: Sonntag, den 3.11.2013 um 11 Uhr
Ort: Konzerthaus Berlin (Großer Saal)
Kartenpreise: 12-30 Euro
Mitglieder der DJG Berlin können bereits vorab Karten zum ermäßigten Preis bestellen unter https://www.chortickets.de/ oder Tel. 84 710 8989
展覧会 《 folding cosmos 2013 》
たたみ一畳の茶室の体験。8月31日(土)は、”Lange Nacht der Museen”
(美術館の長い夜)と題し、ベルリンの多くの美術館が深夜2時まで様々なイベントを開催
する日です。*folding
cosmos 2013では、この夜に2回のお茶会を催します。
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■日 時:8月 31日(土)
□ 1回目:18時30分~
□ 2回目:20時~
■定 員:8名(予約制)
■申込方法:氏名、人数、どちらの回をご希望かをご明記の上、次のメールアドレスまでご連絡ください。 foldingcosmos.berlin@gmail.com
9月7/8日は16時からお茶会があります。
お茶席は8名ずつ。 無料ですが上記のメールアドレスで予約申込みをしてください。
ところ : Museen Dahlem, Lansstraße 8, 14195 Berlin
BVG : U3 Dahlem Dorf, Bus X83
講演 《 東北再発見 》
講師の Dr. Dr. h.c. Günther Haaschがご自身の旅の思い出、東北地方の風土や文化をご紹介します。
とき : 9月17日(火)18時30分より
ところ : 日独センター, Saargemünder Str. 2, 14195 Berlin
申込み : DJG事務局まで djg-berlin@t-online.de Tel 030/3199 1888
BVG : U3 Oskar-Helene-Heim, Bus X10
講演 《 小林一茶 生誕250年にあたって 》
講師のProfessorin Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereitが一茶の人物・作風を中心に日本と海外の俳句についてお話くださいます。40分ほどの講演に続き、質疑応答があります。
とき : 10月8日(火) 18時30分
ところ: 日独センター
2014年 《 独日展覧会 作品募集_》
2011年秋にDJGはSteglitz のWrangelschlösschenでドイツと日本の作家たちの作品展を催し、大変好評でした。 当協会員でアート関係の皆様、来年3月7-16日の展覧会に出品してみませんか? ベルリンまたは東京在住のアーティストの皆さんの応募をお待ちしています。 絵画、グラフィック、写真、彫刻、陶芸、インスタレーション、いけばなの応募作品の選考は2013年末に行われます。 締め切りは2013年11月29日です。
とき : 2014 年 3 月 7-16日
ところ: Wrangelschlösschen, Schloßstr. 48, Berlin-Steglitz
申込み: 2013年11月29日までに
・出品者の名前・作品題名・テクニック・大きさ
・10行程度のプロフィール/履歴
・メールアドレス、電話番号、住所など連絡先
を事務局に伝えて応募してください。 djg-berlin@t-online.de
Shinseido TokyoBerlinArtBox
präsentiert:
„REALISM COMPLEX in Berlin“
BILD: Rie Asamura,”Fadenspinnerin”
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Gruppenausstellung von Rie Asamura, Mitsuru Ichikawa, Nana Copen, Tsutomu Maruyama, Akihiro Mitsumoto, Tomoe Taniguchi, Daisuke Yamauchi, Yuzo Yamamoto
Shinseido TokyoBerlinArtBox lädt Sie zur Themenausstellung "REALISM COMPLEX in Berlin" ein. Wir möchten Ihnen den „japanischen Realismus" in seiner Vielfältigkeit und Originalität zeigen und haben dafür sowohl junge als auch etablierte Künstler ausgewählt. Das Ausstellungskonzept „REALISM Complex“ läuft erfolgreich in Japan und wird in unserer Galerie zum ersten Mal in Berlin vorgestellt.
Vernissage| Freitag, 6.9.13, 16.00 Uhr | Eintritt frei |
Ausstellung | 6.9. – 5.10.13, Fr 12-20Uhr, Sa 12-18 Uhr und nach Vereinbarung | Eintritt frei |
Ort : Galerie Shinseido TokyoBerlinArtBox im Aufbauhaus (1.OG)
Prinzenstr. 85 D, 10969 Berlin, http://www.tokyoberlinartbox.com
Neue Praktikantin im Büro der DJG
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Mein Name ist Maike Engelberg und ich bin die neue Praktikantin im Büro der DJG.
Momentan studiere ich an der
Universität Trier. Mein Hauptfach ist Japanologie und mein Nebenfach
Soziologie.
Ich werde bis Ende Oktober die Möglichkeit haben, mein Praktikum bei der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin zu machen. Für diese Gelegenheit bin ich sehr dankbar und freue mich schon darauf, neue Erfahrungen sammeln zu können.
Japan hatte schon früh eine große Anziehungskraft auf mich. Die fremde Sprache und Kultur hatten es mir angetan. Ich fing an, mich über dieses Land ausführlich zu informieren. Später habe ich dann schließlich mein Studium der Japanologie begonnen, um die Sprache und mehr über die Kultur lernen zu können.
Ich freue mich auf eine spannende und interessante Zeit mit vielen neuen Erfahrungen und darauf, Sie vielleicht persönlich kennenzulernen.
„SUMI-E – Brückenbau zwischen Ost und West“
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Sumi-e ist die Kunst der japanischen
Tuschmalerei, die stark vom Zen- Buddhismus beeinflußt ist. Es handelt sich
dabei vor allem um eine „Skizze in Schwarz und Weiß“. Beliebte Motive sind
beispielsweise Objekte aus der Natur wie Blumen oder Zweige.
Rita Böhm ist eine Meisterin der japanischen Tuschmalerei. Seit 2001 lehrt sie durch Ausstellungen, Workshops und Kurse die Kunst des Sumi-e in Berlin.
Zur Eröffnung der Ausstellung am 13. 09. um 19 Uhr gibt die Künstlerin eine Live Performance.
Veranstaltungsort: dat Galerie, Pestalozzistraße 105, 10625 Berlin |
Zeit: Eröffnung 13. September 2013 von 19.00 – 21.00 Uhr Ausstellung vom 13. September bis 05. Oktober 2013 Dienstag – Freitag 14 – 18 Uhr Samstag 11 – 14 Uhr u. n. Vereinbarung www.sumi-e-berlin.de; www.dat-Galerie.de |
Japanische Pop-Kultur in Berlin: Manga, Anime und Cosplay
Spätestens mit der aktiven Verbreitung der japanischen Pop-Kultur unter dem Slogan „Cool Japan“ seitens der Regierung Japans gibt es wohl in den Industrienationen kaum jemand, der nicht schon einmal einen der Begriffe „Manga“, „Anime“ oder „Cosplay“ gehört hat. Natürlich hat diese Szene auch in unsere Hauptstadt Einzug gehalten. Schauen wir uns also heute einmal an, an welchen Orten man in Berlin mit Manga und Co. in Berührung kommen kann. Doch zunächst möchte ich kurz die drei oben genannten Begriffe für all diejenigen, die diesbezüglich noch nicht ganz so kundig sind, vorstellen.
Manga 漫画: Wortwörtlich bedeutet Manga „zwangloses, ungezügeltes Bild“ und bezeichnet im Allgemeinen Comics aus Japan. Heute voll im Trend, ist dieses Medium doch eigentlich bereits sehr alt: Der älteste bekannte Vorläufer stammt aus dem 8. Jh.; damals zeichneten buddhistische Mönche Bildergeschichten auf Papier und zwar vor allem Karikaturen. Später führten sie auch Zeichnungen von Tieren sowie vom Leben nach dem Tod auf Tempelwänden aus. Ab dem 16. Jh. übertrug man schließlich die Bilder auf Holzschnitte und in der Edo-Zeit florierte der Manga im Zuge der ukiyo-e Kultur; populär wurden insbesondere die Werke von Katsushika Hokusai, welcher in seinen Bildergeschichten Momentaufnahmen der japanischen Gesellschaft und Kultur abbildete. Heutzutage werden nahezu alle Zielgruppen thematisch abgedeckt: Vom Kleinkind bis zum Silver Manga (für Senioren), für Männer oder Frauen sowie zugeschnitten auf ein spezielles Hobby oder Fachbereich – für jedermann ist etwas passendes dabei. Aus dem japanischen Alltag sind Manga (-Zeichnungen) nicht mehr wegzudenken: Häufig werden sie zur Illustration und Erklärungshilfe auf Anweisungen/ -leitungen, in Kochbüchern oder sogar in Lehrmaterialien genutzt. In Deutschland begann der Manga seinen Siegeszug endgültig 1997 mit „Dragonball“ und ist seitdem auf deutschen Literaturveranstaltungen wie die Leipziger oder Frankfurter Buchmessen fest etabliert. Es gibt sogar deutsche Auszeichnungen wie den Sondermann-Preis sowie offizielle Wettbewerbe zur gezielten Förderung von Nachwuchstalenten.
Anime アニメ: Die Kurzform vom japanischen animēshon bezeichnet alle in Japan produzierten Zeichentrickfilme und umfasst sämtliche Genre und Altersstufen. Der Anime stellt einen festen Bestandteil des japanischen Kulturgutes dar sowie der japanischen Unterhaltungsindustrie und ist somit ökonomisch signifikant. Die wohl erfolgreichste Produktionsstätte ist das Studio Ghibli, welches seit 1985 unter der Leitung von Hayao Miyazaki steht, dessen Meisterwerke wie „Prinzessin Mononoke“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ globale Kassenschlager wurden. Aus den deutschen Kinos, dem Fernsehen oder Zeitschriften ist der Anime heute nicht mehr wegzudenken.
Cosplay コスプレ: Stammend vom englischen costume play bezeichnet Cosplay dementsprechend das „Spiel mit der Verkleidung“. Wenn auch weniger bekannt als Manga und Anime, so findet diese Subkultur dennoch international immer mehr Anhänger, welche in die Rolle von PC-, Manga- und Anime-Figuren oder aber von Musik-Idolen schlüpfen.
Konkret bedeutet dies, dass sie das typische Kostüm der jeweiligen Figur selbst nähen und sich entsprechend verhalten, sobald sie es anziehen. Als Jugendkultur kann Cosplay mehr bedeuten als sich einfach nur zu verkleiden und eine fiktive Figur nachzuahmen. Es bietet nicht nur eine Möglichkeit, aus dem Alltag auszubrechen, sondern kann auch helfen, eine eigene Identität zu finden bzw. sich selbst menschlich weiterzuentwickeln.
So viel also zur Herkunft und allgemeinen Bedeutung. Wo findet man nun Manga und Co. in Berlin? Auf jeden Fall müssen an erster Stelle die großen conventions (Messen) genannt werden: AniMaCo und MMC-Berlin. Sie finden jährlich[1] im Oktober oder November abwechselnd im Berliner Fontanehaus statt. Beide Veranstaltungen haben ein ähnliches reiches Repertoire im Gepäck, bestehend zum einen aus einem vielfältigen Bühnenprogramm mit Cosplay Wettbewerben und einem großen Aufgebot an Showgruppen (J-Pop und J-Rock, Tanz, Theater etc.). Des Weiteren werden unzählige Workshops angeboten: Go, Kalligrafie, Japanisch, Basteln und Nähen, Mode usw. Man kann das traditionelle „japanische Schach“, Go, spielen oder auch modernere Formen wählen wie PC Games oder Trading Cards. Außerdem werden unterhaltsame Wettbewerbe wie ein Anime-Quiz oder Nudelschlürfen abgehalten. Zum Entspannen kann man japanische Köstlichkeiten genießen, Karaoke singen, Anime schauen oder durch das riesige Händlerareal sowie den Flohmarkt schlendern, wobei der Geldbeutel garantiert erleichtert wird.^^ Das Besondere der MMC-Berlin ist die sogenannte Zeichnerallee, wo jedes Mal die besten Zeichner aus Deutschland und Österreich vertreten sind.
Zum Schluss möchte ich noch drei interessante Läden aus Berlin aufführen: Der Yamashina Buchladen wird von einem netten und hilfsbereiten Herrn geführt. Der Fokus liegt auf japanischer Literatur, angeboten werden jedoch auch Manga und Zeitschriften (beispielsweise über japanische Bands). Vieles ist in Originalsprache, Einiges aber auch auf Englisch zu finden. (Pestalozzistraße 67,10627 Berlin)
Etwas typischer für die japanische Pop-Kultur ist Neo Tokyo, ein kleines Geschäft zwar, aber randvoll mit Fashion, Anime, Musik, japanischen Zeitschriften, Fan-Artikeln und vor allem Manga. Das Personal ist ebenfalls nett und hilfsbereit. (Schönhauser Allee 188, 10119 Berlin). Ähnlich ist der Otaku Store Berlin: Der kleine Laden bietet unzählige Manga sowie Kleinkram/ Merchandising und wirkt dazwischen ein wenig chaotisch. Allerdings ist hier das Angebot an DVDs und CDs eher rar. (Residenzstraße 107, 13409 Berlin).
Ich denke, Berlin bietet durchaus einige Möglichkeiten, mit der japanischen Pop-Kultur in Kontakt zu kommen und dadurch eine der vielen Seiten der japanischen Welt kennen zu lernen. Wenn man wohl auch zugeben muss, dass Städte wie Düsseldorf vermutlich ein noch viel breiteres Spektrum aufweisen. Jedoch ist Berlins Kultur lebhaft und schnell wandelbar, sodass das Angebot bei anhaltender Popularität der japanischen Pop-Szene sicherlich weiter wachsen wird.
Übrigens: Die DJG Berlin hat einen aktiven Manga-Club, wussten Sie das schon?
(Aimée Kuhring, Studentin FU und ehemalige Praktikantin im Büro der DJG)
Buchempfehlungen
Irmela Hijiya-Kirschnereit
„Was vom Japaner übrig blieb“
“Transkultur – Übersetzung – Selbstbehauptung
2013, 300 Seiten, kt.,
zahlreiche farbige Abbildungen,
ISBN: 978-3-86205-250-9, (Iaponia Insula, Bd. 26), 29,— EUR
Die vorliegenden Essays erschließen einen transkulturellen Raum immer dichter werdender Verflechtungen zwischen Ostasien und Ameroeuropa. Dabei entpuppt sich Japan als vielfach verspiegelte Fremde, aus der uns Eigenes in multipler Brechung entgegentritt. Im letzten Kawaraban haben wir die Inhaltsangaben angegeben, nun fügen wir einen Vorstellungstext bei.
Im 21. Jahrhundert ist Japan
immer noch – oder erst recht – ein Prüfstein für unseren Umgang mit dem (nicht
mehr so ganz) Fremden. Doch selbst wenn wir noch so eifrig suchten, das absolut
Fremde ist im Zeitalter globaler Interdependenz ohnehin nicht mehr zu finden.
Als moderne bzw. postmoderne Industrienation gehört das Land ohne Frage zu den
Regionen, in denen wir uns auf Anhieb zurechtzufinden scheinen. Seine
Massenkultur, seine Moden und Marotten reichen mittlerweile bis in unsere
Breiten. Doch nicht alles ist selbst-verständlich, nicht alles übersetzbar. Was
geht beim Übersetzen verloren? Was wird gewonnen?
Die vorliegenden Essays erschließen einen transkulturellen Raum immer dichter werdender Verflechtungen zwischen Ostasien und Ameroeuropa. Dabei entpuppt sich Japan als vielfach verspiegelte Fremde, aus der uns Eigenes in multipler Brechung entgegentritt – in Verschränkungen von Literatur, Leben und literarischem Markt, den Deutschland-Bildern in der japanischen Belletristik ebenso wie in der Exotisierung und Domestizierung des ‚Westens’ in japanischen Inschriften und T-Shirt-Texten. Wie erfolgreich können Versuche sein, die japanische Kultur und Literatur hierzulande zu vermitteln, und was vermitteln sie eigentlich?
Noch immer gilt Japan, im ‚Westen’ wie im Lande selbst, als Reich des Schönen. Wie sich Ästhetik und Nation zu kultureller Selbstbehauptung formieren, wie Kulinarik und Straßen-mode kollektive Identitäten stiften, wird in weiteren Essays ausgeleuchtet. Im letzten Teil des Bandes schließlich geht es um Japan in Asien, um den Umgang mit nationaler Vergangenheit und innerasiatische Nachbarschaften, um Okzidentalismus, das „Projekt Ostasien“ und eine europäische Perspektive.
Die zu unterschiedlichen Anlässen entstandenen Essays sind als gleichsam transjapanolo-gische Beiträge zu lesen – sie wollen unterhalten, Einsichten vermitteln und zu Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen kulturellen Übersetzens und der Universalisierbarkeit der Kategorien anregen.
Irmela Hijiya-Kirschnereit, Professorin für Japanologie (Literatur- und Kulturwissenschaft) und Direktorin der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für Literaturwissenschaftliche Studien an der FU Berlin. Zuvor Professuren an den Universitäten Hitotsubashi (Tokyo) und Trier. Von 1996 bis 2004 Direktorin des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ) in Tokyo. Mitglied der DJG Berlin.
An dieser Stelle wollen wir in unregelmäßigen Abständen Interviews mit unseren älteren Mitgliedern veröffentlichen unter dem Motto: „Mitglieder interviewen ältere Mitglieder.“ Heute: Interviewtes Mitglied: Herr Dr. med. Claus Ruda Interview von: Frau Dr. rer. nat. Verena Materna |
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Heute möchten wir Ihnen Herrn
Dr. Claus Ruda (85 J.) vorstellen. Er ist seit 51 Jahren Mitglied der
Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin. Dr. Ruda ist in Berlin geboren und hat
vorwiegend hier gewohnt. Nach dem Studium der Medizin und Psychologie arbeitete
er in verschiedenen Krankenhäusern und entschied sich dann, als Facharzt für
Innere Krankheiten in eigener Praxis tätig zu werden. Heute ist er nur noch
wissenschaftlich aktiv, hat eine eigene Internet-Seite (http://www.claus-ruda.de) und publiziert
weiterhin Artikel über Neurosenpsychologie und Naturheilkunde, zuletzt über den
Missbrauch der Antibiotika. Außerdem ist der
vielseitig interessierte Witwer ein leidenschaftlicher Gärtner mit einem
schönen eigenen Garten, in dem auch Bambus, Kirsche und Ahorn aus Japan zu
finden sind. Doch nicht nur durch Gartenarbeit hält er sich fit. Er macht auch
jetzt noch jeden Sonntag zwei Kilometer Dauerlauf und hat nie einen
Fernsehapparat besessen.
(CR: Claus Ruda, VM: Verena Materna)
VM: Wie kamen Sie zu Japan und was genau weckte Ihr Interesse?
CR: Ich habe Japan durch den Unterrichtsstoff in der Schule kennengelernt. Während des zweiten Weltkrieges war Japan ein Verbündeter Deutschlands und man entschloss sich, die „Preußen des Ostens“ den Schülern näherzubringen. Kurios war, wie man uns damals die japanische Auffassung für deutsche Musik erklärte. So erzählte uns der Lehrer, dass die Japaner kein Verständnis für europäische Musik hätten und dass sie das Stimmen des Orchesters als die eigentliche wahre Musik wahrnehmen würden. Mir gefiel aber damals schon die japanische Ästhetik, wie sie in der japanischen Malerei und der Kalligraphie zu finden ist.
VM: Wie fanden Sie zur DJG Berlin und was genau bewog Sie damals einzutreten?
CR: Durch meine Sekretärin, die lange Mitglied der DJG war. Sie hat mir den Verein empfohlen. Besonders die Anregung durch eine so ganz andere Kultur und Weltanschauung hat mich gereizt und war mir wichtig.
VM: Wie waren die früheren Jahre in der DJG für Sie und was hat Ihnen besonders viel Spaß gemacht?
CR: Es gab auch früher schon Vorträge und Empfänge in der Botschaft. Heute ist das Vereinsleben viel lebendiger. Ich nehme oft an den Veranstaltungen in der Botschaft teil, die man dankenswerterweise wieder aufgebaut hat. Auch das JDZB und die Sommerfeste besuche ich. Kürzlich nahm ich an einem Ausflug des deutsch-japanischen Chors in die Märkische Schweiz teil, von dem ich mit vielen Anregungen zurückkam. Thematisch hat mich immer besonders das japanische Familienleben interessiert. Ich erinnere mich da an einen Vortrag, in dem ein Berliner Senator von seiner Japanreise in den 1960er Jahren berichtete und dabei erwähnte, dass es in Japan praktisch keine Sozialversicherung gäbe. Das fand ich sehr bemerkenswert. In Japan ist die Familie stärker für ihre Mitglieder verantwortlich und wenn einer in Not gerät, wird er von der Familie wieder aufgenommen. So war das zumindest früher. Heute ist es wahrscheinlich anders.
VM: Waren Sie denn schon einmal in Japan und wenn ja, was haben Sie denn dort alles gesehen? Was hat Ihnen besonders gut gefallen?
CR: Ich war einmal mit der DJG in Japan – das muss in den 1980er Jahren gewesen sein. Es war eine zweiwöchige Rundreise im Sommer. Wir waren u. a. in Tokyo und Osaka. Kyoto fand ich sehr schön. In der Zeit zur freien Verfügung unternahm ich Ausflüge in die Umgebung von Tokyo, z. B. zum Berg Fuji und nach Kamakura, wo ich einen meditierenden Kollegen besuchte. In Tokyo sah ich mir das Kabuki-Theater an. Dort war ich auch beim Friseur, wo ich mich sehr blamierte, als ich ein Trinkgeld geben wollte. Das ist – oder war – einfach nicht üblich.
VM: Mögen Sie japanisches Essen und wenn ja, welches ist Ihr Lieblingsrestaurant?
CR: Ich war früher einmal im „Daitokai“ hier in Berlin. Aber die japanische Küche bekommt mir nicht. In der Restaurantabteilung eines Kaufhauses in Tokyo aß ich einmal ein Gericht, mit viel Reis. Dazu hatte ich mir dann Zucker bestellt und auf den Reis gestreut, worüber die japanische Serviererin sehr verwundert war.
VM: Haben Sie auch Freunde in Japan?
CR: Das hat sich leider nicht ergeben. Ich kann auch kein Japanisch.
VM: Gibt es etwas, was Sie an Japan besonders mögen – oder ggf. auch nicht so sehr?
CR: Ich mag die japanische Gartenkunst, die Holzschnitte von Hokusai und die Architektur von Kenzo Tange. Wenn ich etwas in Japan ändern könnte, würde ich den Walfang abschaffen.
VM: Was können wir denn gegenseitig voneinander lernen?
CR: Die Deutschen könnten von den Japanern Geduld und Fleiß lernen – glaube ich. Das ist eigentlich das Wichtigste. Die Japaner müssen z. B. drei Buchstabensysteme mit jeweils eigener Rechtschreibung lernen, wogegen man bei uns die leichte Rechtschreibung noch vereinfachen will! Mein Eindruck ist, dass das Leben in Japan von mehr Mitmenschlichkeit geprägt ist, als bei uns. Heute versuchen viele Menschen in beiden Ländern, möglichst produktiv zu sein. Dabei kommt das Familienleben oftmals zu kurz. Vielleicht ließe sich das in Deutschland ändern, wenn man wieder schätzen lernt, wie wichtig die Familie ist.
VM: Haben Sie denn auch japanische traditionelle Künste kennengelernt oder vielleicht sogar selbst ausprobiert?
CR: Die Blumensteckkunst Ikebana, das Papierfalten Origami und die Theaterkunst Kabuki sah ich in ihrer Ausführung. Ich mag auch Musik auf den traditionellen Taiko-Trommeln, auch hat mir der japanische Film viel zu sagen.
VM: Was möchten Sie unseren Mitgliedern mit auf dem Weg geben?
CR: Ich glaube, wir können heute von den Japanern mehr lernen, als sie von uns. Nehmen wir die Gelegenheit wahr.
VM: Vielen Dank für das interessante Gespräch und die wunderschönen Blumen aus Ihrem Garten! (Herr Dr. Ruda überreichte mir zum Abschied einen sommerlich freundlichen Blumenstrauß, der unglaublich lange unsere Wohnung verschönerte.) Bitte bleiben Sie auch weiterhin so gesund und fit wie bisher.
Japanische Studenten in Heidelberg
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Der erste japanische Student, der sich an
einer deutschen Universität immatrikulierte, war Komatsu Seiji, der 1867 in
Heidelberg eintraf. Es waren dann die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts, in
denen der Ruf Heidelbergs sich besonders stark in Japan verbreitete. Was waren
das für Menschen, die in dieser Zeit in Heidelberg studierten und warum kamen
sie gerade nach Heidelberg? Einige der damaligen Studenten werden hier zum
ersten Mal vorgestellt, anhand japanischer Quellen, bisher unveröffentlichter
Fotos, und besonders in ihrer Bedeutung für die intellektuelle und
wissenschaftliche Entwicklung in Japan.
Japanische Studenten in Heidelberg
Hrsg.: Wolfgang
Seifert
Archiv und Museum der Universität Heidelberg, Schriften 19
herausgegeben von Werner Moritz.
Mit Beiträgen von Simon Acker, Takara Baumbach, Katrin Endres, Michael
Jetzork, Michael Jürges, Thomas Lapré, Fabienne Laun, Selina Raschack, Carina
Rohde, Karina Schönfeld, Leonie Schwarz, Wolfgang Seifert, Martina
Springweiler, Kumi Suzuki, Leonardi Widodo, Julika Wilbert.
ISBN 978-3-89735-763-1; € 11,90
An dieser Stelle veröffentlichen wir ausgewählte Berichte aus den Politikbereichen „Arbeit“ und „Gesundheit“ der Deutschen Botschaft in Tokio. Dem Verfasser, Herrn Claus Eilrich von der Deutschen Botschaft in Tokio, danken wir für seine Unterstützung.
Lebenserwartung: Japanerinnen Weltspitze
Die Lebenserwartung der Japanerinnen ist 2012 um 0,51 auf 86,41 Jahre gestiegen; bei den Männern stieg die Lebenserwartung um 0,5 auf 79,94 Jahre. Damit belegten die Japanerinnen wieder den ersten Platz im internationalen Vergleich; die japanischen Männer verbesserten sich vom achten auf den fünften Rang.
Sonderwirtschaftszonen: Steuererleichterungen und weniger Arbeitnehmerrechte
Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie will die Regierung Abe in den Großräumen Tokyo, Osaka und Aichi (Präfektur Nagoya) Sonderwirtschaftszonen einrichten. In diesen Sonderwirtschaftszonen soll es Steuererleichterungen für die Unternehmen und weniger Arbeitnehmerschutzrechte geben. Erste Deregulierungsmaßnahmen in sechs Teilbereichen wurden bereits beschlossen und sollen bis Herbst 2013 umgesetzt werden; weitere Eckpunkte für die in den Sonderwirtschaftszonen geplanten Regelungen sollen im kommenden Jahr beschlossen werden. Einer der Kernbereiche werden Arbeitnehmerschutzrechte sein. Geplant sind u.a. Lockerungen im Bereich des Kündigungsschutzes, erweiterte Möglichkeiten für befristete Beschäftigungsverhältnisse und Regelungen für längere Arbeitszeiten.
Zahl der Pflegebedürftigen steigt auf über fünf Millionen
Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen ist bis März 2012 um 240.000 auf 5,31 Millionen gestiegen. Die Pflegeleistungen, die durch die Versicherungsbeiträge und Steuergelder zu finanzieren waren, lagen im Haushaltsjahr 2011 bei 7,6 Billionen Yen.
Neuer Rekordmarke: 10,2 Millionen Seniorenhaushalte
Die Zahl der Seniorenhaushalte, in denen ausschliesslich über 65-Jährige leben, erreichte 2012 mit 10,2 Millionen eine neue Rekordmarke; dies entspricht 21,3 Prozent alle Haushalte. Das Jahreseinkommen der Seniorenhaushalte ging um 1,2 Prozent auf etwa drei Millionen Yen (etwa 22.700 Euro) zurück. Rund 4,8 Millionen ältere Menschen (darunter 3,5 Millionen Frauen) lebten 2012 in Japan allein.
Japan will mehr hochqualifizierte Ausländer
Japan will mehr hochqualifizierte Ausländer ins Land holen. Im Rahmen ihrer Wachstums-strategie erwägt die Regierung, einen neuen Aufenthaltsstatus für Wissenschaftler, Ingenieure, Manager und andere hochqualifizierte Ausländer einzuführen. Nach dieser Regelung sollen hochqualifizierte Ausländer nach einem drei- statt derzeit fünf- bzw. zehnjährigen Aufenthalt ein unbefristete Visum beantragen können. Japan will mit dieser Regelung mehr ausländische Fachkräfte und Investitionen ins Land holen und sich als Innovations- und Forschungsstandort darstellen. Ende 2012 lebten etwa zwei Millionen Ausländer in Japan, etwa eine Million hatte eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Die Regierung will dem Parlament im Januar 2014 einen Gesetzentwurf zum neuen Aufenthaltsstatus vorlegen.
Sa |
31.08. |
18.00 -24.00 |
„Folding Cosmos“ Ausstellung und Performance im Rahmen der Langen Nacht der Museen in Kooperation mit der Japan Foundation |
MAK |
|
31.08.-08.09. |
|
„Folding cosmos“ Ausstellung und Teezeremonie in Kooperation mit der Japan Foundation |
MAK |
Do |
12.09. |
17.00 18.30 |
Beginn der neuen Sprachkurse der DJG Berlin |
Blisse OS |
So |
15.09. |
18.30- 20.00 |
Neuer Tanzkurs im Nachbarschaftshaus am Lietzensee in der Herbarthstr. 25 |
Nachbarsch.-Haus |
Di |
17.09. |
18.30 |
Vortrag Dr. Günther Haasch „Entdeckungsreise durch das unwegsame, aber an Naturschönheiten und Kunstwerken reiche Tôhoku“ |
JDZB |
Mi |
25.09. |
20.00 |
Teilnahme von 80 Mitgliedern am Freundschaftskonzert Sinfonie Nr. 9 d-moll op. 125 (Veranstalter MCEC-International, Inc.) |
Philharmonie |
Fr Sa |
27.09.+ 28.09. |
10.00 +14.30 |
Shibori-Färbetechnik-Workshop mit Chiyomi Nishioka |
Neukölln |
Di |
08.10. |
18.30 |
„Frösche und Bildschirmflimmern : Zum 250. Geburtstag des Haiku-Dichters Kobayashi Issa“ Vortrag von Frau Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit |
JDZB |
Die neuen Mitgliederverzeichnisse 2013 sind da!
Für einen Druckkostenbeitrag von 2 Euro können sie in der Geschäftsstelle abgeholt werden. Wenn Sie noch 1,45 Euro Porto zusätzlich überweisen, dann schicken wir sie Ihnen auch gerne zu. Wir werden die Verzeichnisse auch bei kommenden Veranstaltungen anbieten.
Auf grünem Blatte
klebt ein kleines Schneckenhaus
wiegend sich im Wind
Haiku von Renate Huldschinsky